NLP UND KINDERERZIEHUNG

NLP und Kindererziehung

Viele NLP-Teilnehmer melden sich bei mir und frage: „Ralf wie mach ich das mit der Kindererziehung mit NLP?!“

Auf die Frage gibt es nur eine Antwort: „Wie ist dein Kind?“ Denn es gibt und schon gerade in unserer Zeit, keine Schablone mehr die überall passt. Im NLP trennen wir uns von Schemata. Wir forschen, sind neugierig, wollen finden und mögen die Suche. Aus diesem Grund, mag ich persönlich auch die Ansätze von Jesper Juul, dem dänischen Psychologen sehr. Er geht individuell auf alle Eltern ein und insbesondere aber auch die Kinder. Eine Grundhaltung gerade in Streitigkeiten muss sein: Die Lösung lauert überall. Denn Eltern fragen mich kurioser weise nie, warum es denn da oder da so sehr gut klappt mit ihren Lieben „kleinen“. Ach ja es ging ja um NLP und Kindererziehung.

„Nun alle Eltern wünschen sich starke Kinder, oder?“ Und hier genau liegt das Pro-Blem mit der Kindererziehung. Denn die Stärke unserer Kinder liegt oft auch daran, das sie sich im Elternhaus ausprobieren und dann den Feldtest auf der Straße besser zu überleben. Eine gute Weise, wie ich finde. Klar für uns Eltern aber nicht immer leicht. Wir können uns zu aller erst einmal darin fit machen es vielleicht zu nehmen und nicht vielschwer. Mach dich locker, und beobachte. Nimm wahr und lasse deine Kinder nicht dich wahrnehmen. Sie haben viel zu viel „wichtiges“ im Kopf, als das sie uns wahrnehmen. Das tun sie nur, wenn ein Mangel besteht. Hier schon auch versteckt sich mein zweiter Hinweis, willst du gelten, mach dich selten.

NLPler sagen immer lass uns aus der Vergangenheit lernen um die Zukunft zu gestalten. Das implementiert aber auch, dass wir das jetzt im Nachgang dann auch evaluieren. Das heißt, bitte: Nimm wahr, was klappt und was halt nicht klappt. Plane Enttäuschungen ein. Denn wie das Wort schon sagt, wir sind dann unserer Täuschung entledigt und das erfordert dann einen neuen Start. Genau das Spiel, mit diesen zwei Wechselschritten, ist das Spiel, das es zu spielen gilt. Und noch was vorab, eine funktionierende Strategie in der Kindererziehung, hat nur solange Bestand, wie sie als nützlich auch für die Kinder wirkt. Sonst ist die Halbwertszeit recht klein.

Oft kommt es bei Streitigkeiten oder anderen Schwierigkeiten zu negativen Gedankenmustern. Stress ist dann eine Folge davon, dass wiederum bedeutet, dass wir auf unsere Emotionen achten sollten und für uns sorgen. Wir kommunizieren nur so gut, wie wir gut drauf bleiben. Übrigens, das genau meinen unsere Kinder, wenn sie sagen „Chill mal Alter“.

Eine tolle Ressource stellen dabei die NLP-Grundannahmen dar. Diese sollten wir verinnerlichen und immer wieder, auch lesen bevor wir in Nadelöhrgespräche eintauchen.

Die Landkarte ist nie das Gebiet.
Du machst die Rechnung nur, wenn du die Welt der Kinder ehrlich zur Kenntnis nimmst. Es gilt unbedingt Perspektiven zu wechseln und keine Standpunkte zu vertreten. Die Landkarten gewinnen, die viele Wege zum Ziel aufzeigen können. Eingeschränkte Topographien sind meist gefährdet.

Kommunikation ist immer nur, was ankommt.
Bedenke das gut. Und wenn du bemerkst, dass das Gesagte nicht verinnerlicht wird, dann versuche es neu. Die Samurai sagen. „kleine Dinge nimm mit Ernsthaftigkeit, große Herausforderungen mit Leichtigkeit.“ Und die wollten mittels ihres Kodexes überleben.

Hinter Jedem Verhalten liegt eine positive Absicht begründet.
Luise, 3 Jahre alt, hat keine Lust sich alleine auszuziehen, obwohl sie dazu fähig ist. Sie fängt an zu toben und zu schreien. Ihre Mutter kommt angelaufen und zieht Marie aus. Nun kann es sein, dass Marie dieses Verhalten immer öfter zeigt – hatte Sie vielleicht Erfolg? Somit ist die positive Absicht hinter Luises Schreien, dass sie z. B die Bequemlichkeit möchte, von ihrer Mutter ausgezogen zu werden. Ein großer Schritt stellt oft die Entlarvung der Absicht Kindererziehung dar. Viele Eltern fokussieren sich aber auf die Sanktionierung des Verhaltens. Mein Tipp: Trenne in deiner Analyse immer Verhalten und Absicht.

Jede Erfahrung hat eine Strategie.
Jede deiner Erfahrung speicherst du mit sämtlichen „Sinnesmodalitäten“ ab. Hierzu zählen sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen. Deine Amygdala greift bei jeder weiteren Erfahrung in unserem Leben, die eine Ähnlichkeit mit der bereits abgespeicherten Erfahrung hat, zu. Deine Strategie muss also sein, deine und die Muster, ggf. die der Kinder, die sich als Strategie eingeprägt haben, zu unterbrechen.

Die Lösung lauert überall.
Ein Mensch hat die doofe Art, sich auf die Probleme zu konzentrieren. Wenn du allerdings immer das Problem in den Vordergrund stellst, wird es größer. Es raubt dir Energie. „Energy flows, where attention grows.“ oder deutsch „Energie fließt, wo Aufmerksamkeit wächst.“ Also lass uns gemeinsam die Lösung fokussieren. Hast du schon einmal gefragt, was denn ein Lösungsvorschlag deines Kindes wäre, wenn es mal du wärst?

Jeder Mensch verfügt über alle Kräfte, die er braucht.
Gerade wenn du in einer akuten Stresssituation steckst, bezweifelst du deine eigenen Fähigkeiten. Dies beeinflusst die Situation zunehmend negativ. Alle Ressourcen sind aber bereits vorhanden. Jeder Mensch besitzt die Kompetenzen, die er zur Lösung benötigt. Es ist nur nötig, dass wir sie verfeinern oder wieder entdecken sollten.

Körper und Geist sind Teil eines Systems.
Materie folgt dem Geist und umgekehrt. Die negativen Emotionen und auch die Gedanken können körperliche und psychosomatische Störungen auslösen ebenso können körperliche Beschwerden negative Gedanken bereitstellen. Dies alles wirkt natürlich in Auseinandersetzungen, gerade bei dem was dir am Herzen liegt, zusammen im System. Bitte beachte dies unbedingt. Wir sind verantwortlich für unsere Gefühle, nicht die anderen.

Die Bedeutung jeder Kommunikation liegt in ihrem Ergebnis.
Wie oft führst du Diskussion und drehst dich mit dem Kind im Gedanken-Karussell. Die gleiche Fahrt bitte zusteigen. Bitte Vorsicht an der Kante, die Fetzen fliegen gleich wieder. Es nutzt wenig, zu wissen, was man sagen möchte, überprüfe besser, was genau angekommen ist. Sonst erleben wir tolle Überraschungen.

Es gibt keine Fehler, nur Rückmeldungen.
F E H L E R sind HE L F E R, wenn du die Buchstaben neu zusammenstellst. Im Verhalten eines Menschen gibt es kein Scheitern, nur Rückmeldungen von anderen. Um zu wissen, ob ein Verhalten oder der Weg zu einem Ziel erfolgreich ist, sind Rückmeldungen unbedingt notwendig. Sonst lernen wir nichts. Und das gilt auch in der Akzeptanz die wir im Umgang mit Fehlern vorleben.

Wenn etwas nicht funktioniert, versucht man etwas anderes.
Wenn du Rogen möchtest, solltest du aufhören Weizen zu säen. Viele Menschen geben bei den ersten Hindernissen auf dem Weg zu einem Ziel auf, da ein bestimmtes Verhalten nicht funktioniert. Einmal ist keinmal, zweimal ist einmal, aber dreimal ist einmal, zu viel. Das ist meine persönliche Devise, die ich dir hier gerne schenken möchte.

Und wenn all das jetzt Interesse geweckt hat, dann ist der nächste Schritt zur systemischen Entwicklung bei mir der Schritt hin zu meiner ersten NLP-Ausbildung gewesen.

Dein Leben lässt fragen, wo du bleibst! Steht auf meinem Auto geschrieben.
Feel Spaß, Euer Ralf

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