MEHR KLARHEIT DURCH ZIELDEFINITION

MEHR KLARHEIT DURCH ZIELDEFINITION – aber wie?

Im NLP gelten bestimmte Kriterien bezüglich dem Ziele definieren. Sind diese erfüllt, wird das Ziel wohlgeformt genannt. Das soll dafür sorgen, dass die Anziehungskraft des Ziels am stärksten und dadurch die Wahrscheinlichkeit der Realisierung am größten wird. Die Kriterien betreffen drei Aspekte: den Zielzustand, die Zeitspanne und den klaren Kontext.

Der Zielzustand

Der Zielzustand sollte in jedem Fall positiv formuliert werden. Zum Beispiel: B: „Was möchtest du?“ A: „Ich möchte nicht mehr so trauig sein.“ Diese Aussage enthält negative Formulierungen – nicht traurig sein. Um die positive Formulierung zu erhalten kann B fragen: „Wie fühlst du dich, wenn du nicht mehr so traurig bist?“

Der Zielzustand muss im Kontrollbereich der eigenen Persönlichkeit liegen.  A: „Mein Mann soll sich verändern.“ Dies liegt außerhalb der eigenen Kontrolle und stellt eine Sackgasse dar. Jetzt fragt B nach einer Aussage, die in den Machtbereich von A fällt: „Du möchtest also von ihm eine andere Reaktion erhalten?“ Bejaht A, haben Sie den Punkt wohldefiniert.

Für den Zielstand muss eine sinnesspezifische Beschreibung (verbal/nonverbal) vorliegen. Letztlich erleben wir den Zielzustand mit unseren Sinnessystemen, z.B. durch Verhaltensdemo. B: „Zeig mir, wie es sein wird, wenn du … bist. Was siehst, hörst, fühlst du, wenn du das Ziel erreicht hast?“ Oft reicht es, wenn dies geankert und in künftige Situationen übertragen wird.

Der Zielzustand muss die optimale Chunk-Größe besitzen. Chunk-Größe heißt, ein Ziel messbar zu machen. Wenn A ein großes Ziel hat, fragt B nach Bereichen, in denen das Ziel vertreten sein wird, z. B.: „Du möchtest glücklicher sein. In welchem Bereich möchtest du zuerst glücklicher sein?“ Jetzt wird Erfolg früher messbar.

Was ist das eigentliche Meta-Ziel? Hinter den meisten Zielen steckt ein ganz bestimmter Zweck. Dieses Weshalb bzw. Warum gilt es klar zu bekommen. Zum Beispiel durch die Fragen: „Was bewirkt das für dich?“ Das Hinterfragen ist wie ein Sicherheitsventil. Bsp.: A: „Ich möchte mehr Geld verdienen, um von Leuten geliebt zu werden.“ In diesem Fall sollte A dazu angeleitet werden, sein wahres Ziel zu finden und gegebenenfalls die Punkte 1-4 erneut zu durchlaufen.

Die Zeitspanne

Zwischen dem Start und dem Ziel musst du wissen, ob du dich auf das Ziel hin oder vom Ziel weg bewegst. Es gilt daher ein messbares Feedback über den Grad der Zielerreichung zu erhalten. Zum Beispiel durch die Frage von B an A: „Woran merkst du, dass du deinem Ziel näher kommst?“ Die Rückmeldung sollte unmittelbar mit dem Erreichen des Zieles zusammenhängen. Bsp.: „Ich möchte ein besserer Berater sein. Wenn ich mich am Ende des Tages gut fühle, weiß ich, dass ich gute Beratungen geführt habe.“ Sich am Ende des Tages gut zu fühlen ist kein Beweis dafür, dass man ein guter Berater ist. Hier sollte weiter nachgebohrt werden: Woran A merkt, dass er sein Ziel oder ein Teilziel erreicht hat?

Klarer Kontext

Beim Ziele definieren muss die Ökologie passen. Durch Fragen wie: „Wo, wann, mit wem?“ versetzt du A gedanklich in einen klaren Kontext, in dem das Ziel bereits erreicht wurde. Ausgehend von diesem gedanklichen Kontext kannst du prüfen, ob die Definition des Ziels für A auch ökologisch ist. Mit Fragen wie: „Ist es das, was du möchtest?“ förderst du dies. Es geht grundsätzlich darum herauszufinden, ob das Ziel von allen Teilen der Persönlichkeit von A unterstützt wird. Wenn dies der Fall ist, wird A umso motivierter auf das Ziel zugehen. Außerdem muss über Situationen nachgedacht werden, in denen das neue zielgerichtete Verhalten unerwünscht oder nicht angebracht ist. Für solche Situationen müssen auch Lösungen gefunden werden!

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