GRUNDLAGEN DER KOMMUNIKATION

Die Grundlagen der Kommunikation nach Watzlawick

Einer der führenden Kommunikationswissenschaftler war Paul Watzlawick. Er hat grundlegende Postulate in Bezug auf die Kommunikation aufgestellt. Somit hat er auch einen großen Beitrag in Bezug auf die Grundlagen der Kommunikation geleistet.

  • Du kannst nicht nicht kommunizieren (Auch wenn jemand nichts sagt, kommuniziert er damit.)
  • Kommunikation ist immer nur das, was ankommt. (Der Sender ist dafür verantwortlich, was beim Empfänger ankommt.)

Die Beziehungsebene dominiert die Sachebene oder anders ausgedrückt: Interessieren geht vor Informieren. Daher solltest du nicht nur auf überzeugende Argumente vertrauen, sondern auch sicherstellen, dass der Gesprächspartner die Relevanz für sich erkannt hat.

Rapport

Rapport im NLP meint eine Beziehung, die gekennzeichnet ist durch Harmonie, Gleichklang, Einverständnis oder Anziehung, also im Sinne eines Einheitsgefühls. Gleichgültig, ob im Bildungs- und Erziehungsbereich, in Therapie und Beratung, im Geschäftsbereich oder in Verkauf und Training, die Auseinandersetzung mit anderen Personen findet täglich statt und macht eine effektive Kommunikation notwendig. Grundlagen der Kommunikation und Kommunikationsprozesse basieren auf vergangenen Interaktionen und auf dem gegenwärtigen Geschehen. Das gegenwärtige Geschehen wird insbesondere durch das Vorhandensein von Rapport oder Empathie beeinflusst. Denn nur innerhalb einer Gesprächsatmosphäre, die von Zuversicht, Vertrauen und gegenseitiger Beteiligung gekennzeichnet ist, können Menschen frei und natürlich reagieren. Die notwendige Tiefe des Rapports ist dabei abhängig vom jeweiligen Kommunikationskontext. Bei persönlichen Beziehungen verläuft dieser Prozess in Richtung Intimität, im Geschäftsleben basiert er eher auf dem Vertrauen in die Kompetenz für die Aufgabe.

Grundlagen der Kommunikation Anteile der Botschaft
Wirkung von Kommunikation

Je tiefer der Rapport ist, desto größer die Tendenz, eng aufeinander abgestimmt zu sein. Man kann beobachten, dass Menschen in Rapport dazu neigen, sich zu spiegeln und sich in Wortwahl, Körperhaltung, Gestik und Augenkontakt einander anzugleichen. Damit sind auch die Grundlagen der Kommunikation vielfältig.

Wie lässt sich guter Rapport herstellen?

Bevor du damit beginnst, einen guten Rapport herzustellen, frage dich zuerst: Weshalb möchte ich das überhaupt erreichen? Denn wenn du persönliche Ego-Interessen damit verfolgst oder deinen Gegenüber überhaupt nicht ausstehen kannst, wird es schwierig, diesen Rapport herzustellen. Die Grundlage von gutem Rapport ist, eine wohlwollende Intention (innere Einstellung) vom Gegenüber und sich selbst zu haben. Ohne eine wohlwollende Intention wird jeder Versuch, Rapport herzustellen, irgendwie künstlich wirken und nach einem Manipulationsversuch schmecken. Hast du deine positive Intention gefunden, dann baust du wie folgt Rapport auf:

  • Kalibrieren: den anderen in seiner Mimik, Gestik und Haltung wahrnehmen und sich auf ihn einstellen
  • Pacing: verbales und nonverbales Spiegeln oder Überkreuz-Spiegeln, also Aktivitäten, mit Hilfe derer die verbalen und nonverbalen Verhaltensweisen des Gesprächspartners direkt aufgegriffen werden – das schafft eine Atmosphäre von gegenseitiger Achtung und Vertrauen
  • Leading: Wenn Rapport besteht, kann man ins Leading übergehen – dies führt zu einer wohlwollenden Verbesserung der Beziehung
  • Separator: zur Veränderungseinleitung

Hinweis zur eigenen Vorsicht

Es ist wichtig, seinen Gegenüber nicht „nachzumachen“. Optimal ist ein zeitversetztes Spiegeln, am besten während des Sprechens. Um Distanz zu schaffen, hat man die Möglichkeit, bewusst entgegengesetzt oder unpassend zu spiegeln. Auch diese Fähigkeit, für sich zu sorgen, gehört zu den bewussten Kompetenzen des NLP und den Grundlagen der Kommunikation.

Rapportbruch durch einen Separator

Ein Separator (Unterbrecher) ist ein plötzlicher Reiz, der den bisherigen Zustand verändert. Dabei wird die derzeitige Wahrnehmung der Person auf etwas Anderes oder Neues konzentriert. In Gesprächen wird er z. B. gezielt eingesetzt, um eine festgefahrene Kommunikation wiederzubeleben. Zum Teil werden Separatoren auch ungewollt gesetzt, z. B. durch eine unpassende Bemerkung oder viele hintereinander gestellte Fragen. Die Reaktion des Gesprächspartners zeigt dann unmissverständlich, wie effektiv so etwas sein kann. An sich selbst sind Separatoren genauso wirksam. Jedes Mal, wenn man in eine ressourcenarme Situation kommt, kann man diese bereits durch einen Separator verändern.

Beispiele für verschiedene Separatoren

  • V: Blickrichtung wechseln, Position wechseln
  • A: Musik einschalten, Stimme verändern, Telefon
  • K: Spaziergang, aufstehen, sich bewegen
  • O: Parfum, Duft von Rosen, Fenster öffnen
  • G: Kaugummi, Zähne putzen, Kaffee

Oder natürliche Separatoren, wie zum Beispiel ein Sonnenstrahl, Windzüge, eine Brise, Regen, Vogelgezwitscher oder schlicht und einfach: Stille.

22. September 2018

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