MIT FANTASIEREISEN DIE EIGENE KREATIVITÄT VERBESSERN

Fantasiereisen – Allgemeines und Wirkungsweise

Fantasieren ist etwas, was jeder irgendwann oder irgendwie tut. Leider verstehen nur wenige Menschen, dies für sich zu nutzen. Forschungen im Bereich der Kreativität haben gezeigt, dass Fantasie eine wichtige Voraussetzung für Kreativität ist. Fantasie ist ein Tor zu unserer inneren Welt, wo die Grenzen der äußeren Welt, wie Zeit und Raum, nicht mehr gelten. Fantasien entstammen der rechten Hemisphäre des Gehirns. Gerade deswegen fühlt es sich anders an als linkshemisphärische Prozesse: Linkshemisphärische kognitive Prozesse sind aktiv; das Gehirn manipuliert Ideen. Rechtshemisphärische affektive Prozesse sind passiver, tauchen auf, sind unbewusster. Fantasiereisen erscheinen in Bildern, ein bisschen wie in einem Film.

Man kann eine Fantasie nicht erzwingen, weil sonst eine Blockade auftaucht. Allerdings kann man Bedingungen schaffen, die es erlauben, dass auch Bilder von der linken Hemisphäre das Bewusstsein erreichen. Das Bewusstsein muss in einem Zustand von entspannter Aufmerksamkeit sein, empfänglich für die inneren Bilder. Dieser rezeptive Zustand ist der Schlüssel zu jeder Fantasie. Fantasiereisen können unterschiedlich stark gelenkt werden. Das ist abhängig von:

  • der Trainiertheit der zuhörenden Person
  • der Trainiertheit des Sprechers
  • dem Ziel der Fantasiereise
  • dem Thema

Bausteine von Fantasiereisen …

Erdung / Körper wahrnehmen

  • Ich lasse meine Aufmerksamkeit immer mehr nach innen kehren.
  • Ich nehme meinen Körper wahr, da wo er Kontakt zur Unterlage hat und auch die Zwischenräume.
  • Ich nehme meinen Körper und seine Spannungen wahr und wie ich mit dem nächsten Ausatmen die Spannung loslasse, einfach abfließen lassen kann.

Atem wahrnehmen

  • Ich nehme meinen Atem wahr, spüre die Luft, die durch meine Nase strömt.
  • Ich spüre die rhythmische Bewegung meines Zwerchfells, wie ich von meinem Atem geschaukelt werde.
  • Mit jedem Einatmen atme ich Frische und Wachheit ein.
  • Mit jedem Ausatmen gebe ich Schlacken und Verbrauchtes ab.
  • Ich spüre, wie ich mit jedem Ausatmen noch ruhiger werde, immer mehr bei mir ankomme.

Geistig entspannen / lösen / erholen

  • Ich nehme all meine Gedanken einfach wahr, wie sie kommen und dann wieder gehen.
  • Ich lasse alles einfach an mir vorüberziehen, wie die Wolken am Himmel. Noch einmal nehme ich alle Gedanken, Unruhen und was da sonst vielleicht ist einfach wahr und lasse sie mit dem nächsten Ausatmen los, lasse sie verwehen wie eine luftige Wolke am blauen Himmel.
  • Nun beginne ich vielleicht, ein Gefühl zunehmender Ruhe und Gelassenheit zu spüren.

Sicher sein

  • Ich spüre die Unterlage unter mir und wie sie mich sicher trägt.
  • Ich pendele zwischen Musik und Sprache hin und her.
  • Ich höre die ganze Zeit die Stimme (schlafe also nicht ein).

Übergang

  • Ich stelle mir vor, dass ….. .
  • Während ich da liege oder sitze ….. .
  • Ich lasse vor meinem inneren Auge einen Film ablaufen ….. .
  • Ich höre von weit weg eine Stimme ….. .
  • Ich bin nun ganz wach und ganz ruhig, ruhig und ganz wach ….. , ganz da ….. und bereit, mit meinem ganzen Wesen zu antworten ….. mit meinem Zentrum ….. .
  • Ich ruhe in mir ….. gelassen ….. ganz bei mir. Vielleicht ganz neugierig, Neues kennen zu lernen ….. neue Erfahrungen zu machen ….. um sie dann auszuprobieren ….. .

Fantasiereise

  • Strand, Floßfahrt, Waldspaziergang, Berggipfel, Blume, Ballonreise, mein Zimmer,….
  • Ich sehe, höre, spüre, empfinde, fühle, rieche, schmecke, nehme wahr,…..
  • Immer wieder Ruhe-, Wärme- und Schwere-Formeln einfließen lassen
  • Positive Erlebnisse, logische Übergänge, mitgehen

Zurückholen

  • Lasse die Reise ganz langsam ausklingen, um immer mehr hier zu sein.
  • Komm langsam zurück hierher.
  • Schau dich dort noch einmal um, nimm Abschied von dem Ort, an dem du bist – mit der Sicherheit, dass du immer wieder hingehen kannst, wann immer du willst.
  • Lass dir Zeit dabei, die Zeit, die du brauchst.
  • Bewege deinen Körper ein wenig. Lass Bewegung in deinen Körper kommen.
  • Bewege deine Finger, deine Zehen, deine Hände und Füße.
  • Strecke dich, wenn du willst. Atme einige Male tief ein und aus.
  • Wenn du soweit bist, mache deine Augen auf, falls sie geschlossen waren. Schaue dich um in diesem Raum, nimm deine Umwelt wieder wahr.
22. Dezember 2018
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