NLP UND PSYCHOLOGIE

NLP und Psychologie – mit viel Kritik von der „psychologischen Seite“

NLP und Psychologie gehen nicht zusammen, so denken viele Psychologen. Das ist der Gund für oft harte Kritik, die das NLP von der „psychologischen Seite“ erntet – teils aus Unverständnis, teils aufgrund eines Nichtwahrhabenwollens, teils aus Berechtigung. Mir scheint, dass sich NLP und Psychologie wie viele streitbare Geschwister verhalten. Der Eine schaut auf die im Boden liegende Zahl und sieht nur eine 6, der Andere gegenüber einfach nur die 9. Ich persönlich möchte sagen, dass NLP aus der Psychologie in ihrer Erforschungszeit stammt und die Psychologie einen entscheidenden Beitrag durch das NLP vergisst. Heute, so denke ich, lässt sich das Geschwisterperspektivische auf zwei Phänomene runter brechen. So lässt sich auch erklären, was der Grund für eine brüderlichere Herangehensweise wäre.

NLPler nehmen die oft so genannte „Toolbox“ zu einfach…

…und praktisch mit auf ihre „Baustellen“. Sie sehen vielleicht auch einige wichtige Herangehensweisen zu wenig hinterfragend. Sie begnügen sich oft und zu schnell mit der Wirkung und der damit sofort erreichbaren, oft sogar wundersamen Erfolge. Ich wünsche mir mehr von meinen Kollegen wie Wolfgang Walker, Lucas Derks, Dr. Walter Ötsch,  die das NLP tiefgründig durchleuchten, um die Wirkungsweisen zu erklären. Das dies eher nicht passiert, ist auch der Grund dafür, dass sich das NLP nur sehr langsam weiterentwickelt. Also kurz: NLPler nehmen ihr Wissen zu pragmatisch wahr.

Verstecken sich Psychologen hinter dem wissenschaftlichen Aspekt?

Die Psychologen hingegen verstecken sich teilweise hinter der so vermeintlich wissenschaftlichen Herangehensweise. Es ist vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß, eine Psychoanalyse über 100 Stunden als Normalität zu kennzeichnen. Und auch dass dann mit Abschluss einer solchen Reihe die Ursache gefunden ist, aber doch die Therapie erst beginnt. Auch vergessen die Psychologen oft, dass vermeintliche Herangehensweisen im Umgang mit „Störungen“ in der Vergangenheit sehr legitim waren und im Nachhinein doch eher zweifelhaft.

Die Geschichte der Psychologie…

…weist doch hier auch erhebliche und originelle Therapieformen auf (denken wir an Lobotomien). Die heutigen Herangehensweisen an Depressionen und auch an das Phänomen “Burnout“ (für mich eine Unterform der Depression) scheinen mir eine sehr eingeschränkte Therapieschiene zu sein – langwierig und oft nicht nachhaltig. Aber der verschränkende Blick auf Ansätze des NLP ist doch eher grundsätzlicher Natur. Dabei übersehen viele Psychologen oft, dass eine ganze Menge ihrer therapeutischen Interventionen dem NLP als Ursprung kaum abzusprechen sind: Glaubenssatzarbeit, Reflexion als Medium erster Wahl, die Timelinearbeit, der systemische Blick des Tetralemmas. Also ebenfalls kurz: Psychologen zeigen sich oft zu dogmatisch.

Genial sind die neuesten Ansätze des Social Panorama

Ich persönlich empfinde die neuesten Ansätze dazu aus dem Social Panorama und Mental Space Lab um und von Lucas Derks und Kollegen, gerade was die Therapie von Depressionen mit Submodalitätenarbeit anbelangt, geradezu revolutionär. Auch die Therapie der Alkoholkrankheit hat sehr viel mit den NLP-Techniken des Ankerns und der Möglichkeiten zum Umprogrammieren zu tun und ist sicher extrem interessant. Ich jedenfalls kann berichten, dass gerade auch die Nikotinentwöhnung eine echte Domäne des NLP ist und bei mir regelmäßig hervorragende Ergebnisse erzielt.  Vielleicht sollte die Psychologie sich auch noch mehr den praktischen Anwendungen zuwenden. Ein hohes Ross jedenfalls, so scheint mir als Autor und NLPler, hilft beiden Geschwistern nicht weiter.

Ich spreche nun zu allen an der Therapie oder Entwicklung interessierten Menschen.
Lasst uns doch gemeinsam die 6/9er-Sicht erkennen. Die neueste Hirnforschung jedenfalls birgt hier ein hervorragendes Verbindungsglied.

14. Juli 2018

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