DIE WALT DISNEY STRATEGIE

Die Walt Disney Strategie, eine Muse von Robert Dilts

Walt Disneys Strategie, seine innovative Kreativität mit einer erfolgreichen Geschäftsstrategie und populärem Appeal zu verbinden, qualifiziert ihn zweifellos als Genie im Bereich der Unterhaltung. Auf gewisse Weise kennzeichnet das von Disney gewählte Ausdrucksmedium, der Animationsfilm, den grundlegenden Prozess jedes Genius: er nimmt etwas, das nur in der Fantasie existiert, und gießt es in eine physikalische Existenz, die das Erleben anderer auf positive Weise beeinflusst.

Der einfache, aber weltweite Appeal, den Disneys Charaktere, Animationsfilme, Vergnügungsparks und Live-Aufführungen ausstrahlen, beweist eine einzigartige Fähigkeit, sehr grundlegende und dabei zugleich ausgereifte Prinzipien zu erfassen, zu synthetisieren und zu vereinfachen. Auch war Disney verantwortlich für eine Reihe bedeutender technischer und organisatorischer Innovationen in den Bereichen Animation und Filmemachen im Allgemeinen.

Eines der Ziele der Strategie des NLP besteht darin, die Landkarten der erfolgreichen Strategien von Menschen mit besonderen Talenten wie Walt Disney explizit zu machen. NLP erforscht, auf welche Weise Menschen grundlegende mentale Fähigkeiten wie Gesichtssinn, Gehör und Fühlen nacheinander schalten und benutzen, um die äußere Welt zu organisieren und in ihr zurechtzukommen.
Wie Albert Einstein, der meinte: „Fantasie ist wichtiger als Wissen“, nahm auch Disney seine Fantasien sehr ernst und meinte: „Animation kann alles erklären, was der Geist des Menschen erfassen kann.“ In der Tat weisen die kreativen Prozesse dieser beiden Männer einige bemerkenswerte Ähnlichkeiten auf. Einstein meinte, sein typischer Denkstil wäre visuell und motorisch, und er sah bei seinen Entdeckungen in seiner Fantasie besondere Bilder. Die Walt Disney Strategie scheint in seinem kreativen Prozess hochgradig visuell und körperlich gewesen zu sein.

In der folgenden Aussage beschreibt Disney den Entstehungsprozess seiner Geschichten:

„Der Geschichtenmann muss in seinem Geist klar vor Augen haben, wie jedes Teil der Gesamthandlung angeordnet wird. Er sollte jeden Augenblick, jede Reaktion fühlen. Er sollte dann Abstand zu seiner Geschichte nehmen, weit genug, um einen zweiten Blick darauf zu werfen … um zu sehen, ob es irgendwo tote Phasen gibt … um zu sehen, ob die Charaktere für das Publikum interessant und ansprechend sein werden. Auch sollte er zusehen, dass die Dinge, die seine Charaktere tun, von interessanter Natur sind.“

Aus der NLP-Perspektive vermittelt diese Aussage eine bemerkenswert deutliche Beschreibung der Grundelemente von Disneys kreativer Strategie. Sie beinhaltet drei unterschiedliche Wahrnehmungspositionen, die aufeinander abgestimmt zusammenwirken.

Die Vier Wahrnehmungspositionen

Position 1: Der Träumer (Der Visionär, Der Kreative)

Fokus: Was?

Anspruch: Alles ist möglich!

  • Was willst du erreichen?
  • Mit welchem Zweck?
  • Was versprichst du dir?
  • Wer willst du diesbezüglich sein? / Welche Rolle willst du spielen?
  • Welchen Charakter sollte diese Idee haben, wozu?
  • Wann sollte sie umgesetzt sein?

Position 2:  Der Realist (Der Umsetzer, Der Handelnde)

Fokus: Wie?

Anspruch: Wir handeln, als ob der Traum grundsätzlich möglich ist!

  • Wegbereitung: Realisierung ist Trumpf!
  • Wie wollen wir vorgehen?
  • Welche Schritte sind nötig zu gehen?
  • Welche Mittel und Ressourcen sind zu nutzen?
  • Gibt es Unterstützer?
  • Wer übernimmt welche Rolle / Aufgabe?
  • Welche Etappenziele gibt es?
  • Wann ist das Projektziel erreicht?

Position 3: Der (konstruktive) Kritiker

Fokus: Warum / Weshalb?

Anspruch: Nachdenken über das wenn und das wenn-dann!

  • Was fehlt dabei?
  • Was ist zu beachten?
  • Was könnte das Projekt gefährden?
  • Gibt es Gegenspieler?
  • Gibt es Bedürfnisse Dritter?
  • Wer / Was sollte einbezogen, im Boot sein?
  • Wer entscheidet über das Resultat?
  • Rollenbesetzung optimieren

Position 4: Der (neutrale) Beobachter

Fokus: Prozessorientierung

Anspruch: Freiraum, Metaebene

  • genau hinschauend, ggf. Dokumentation
  • Trennung der Rollenräume
  • Projektkultur und Miteinander
  • Wahrnehmer von Störfaktoren, Projektrahmen-Beauftragter
  • Haltung: hilfreiche Beobachtung und Unterstützung für alle
  • Macht wertungsfreies Miteinander möglich
5. Januar 2019
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